...
Du blickst mich an,
aber Du siehst mich nicht mehr
Du sprichst mit mir,
aber Du sagst mir nichts mehr
Du hörst mir zu,
aber Du verstehst mich nicht mehr
Du fasst mich an,
aber Du berührst mich nicht mehr
Du gehst neben mir,
aber Du gehst einen anderen Weg
Wie lang schon hat sie hier gelegen
In ihrem eigenen kalten Blut
Wann hat sie ihm den letzten Kuss gegeben
Bevor ihr Herz für immer ruht
Das Leben hat sie nie ertragen
doch hat sie ihm ein Lächeln geschenkt
Probleme, Gefühle, sie wollte nie etwas sagen
Hat mit ihrer Art viele Menschen gekränkt
Nun liegt sie hier, so vornehm blass
Ihre Augen, wie zum Schlaf geschlossen
Ihr Kleid von Blut und Tränen nass
Ihr verhasstes Leben ist aus ihr geflossen
Wenn leben nur noch leiden heißt,
wenn Trauer Momente des Glücks zerreißt,
wenn die Sonne dunkel auf uns scheint
und die verlorene Kindheit in uns weint.
Wenn Liebe nur von Angst erzählt,
die Hoffnung stirbt und weiterquält
uns der Gedanke, allein zu sterben
und überall sind nur noch Scherben,
zerbrochen all das Glück und Licht,
man sucht es, aber findet nicht,
weil Verständnis nach Beweisen schreit,
dann heilt nicht mal mehr die Zeit
die Wunden der Vergangenheit,
und alles ist zum Tod bereit.
Wenn jeder Schritt unmöglich ist
und man den Weg zum Ziel vergisst
Gefühle nicht mehr fühlbar sind,
wenn Augen nicht mehr seh´n und blind
die Leere uns vor Augen führen,
dann kann uns niemand mehr berühren.
Wenn Atem sich nach Stillstand sehnt
dabei schon am Grabmal lehnt,
bereit das Dunkel zu betreten,
könn´ noch so viele Engel beten,
Gebete werden ungesehen
mit letzter Hoffnung untergehen.
Wenn Monster uns bei Nacht besuchen,
wir Lust und Leid und Kampf verfluchen,
wenn niemand uns die Hände reicht
und Wut sich durch den Körper schleicht
zu suchen einen Ort zum Wohnen
bei all dem Bösen der Dämonen.
Wenn Ohnmacht alle Sinne raubt,
man selbst sich nicht das Glück erlaubt,
wenn Stärke und Schwäche im Kriege liegen,
kann immer nur der eine siegen.
Wenn Geister vorbeigeh´n, in Schwarz gehüllt
mit Körben, die randvoll mit Erde gefüllt,
ein Lächeln auf all ihren blassen Gesichter
und in ihren Händen Dir zeigen mit Lichtern
den Weg, der nach unten führt, um zu erlösen
den Geist, Deine Seele von all diesem Bösen.
Wenn das Flüstern im Kopf wieder anfängt zu schrei´n
und man sucht nach dem warmen, erlösenden Schein,
der versprochen so oft schon am Ende des Lebens,
doch man findet ihn nicht, es scheint alles vergebens.
Wenn sich das eigene Ich verändert,
von einem Tag zum nächsten schlendert,
am Leben nur aus Pflichtgefühl,
längst aufgegeben im Gewühl
nach Hoffnung, Licht und Glück zu suchen ...
Janine Kecskes
Ein kleiner Platz in deinem Herzen,
der reicht mir zum
Glück schon aus.
Und wenn da wirklich
nichts mehr reinpasst,
schmeiß doch bitte